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Indikationen und Kontraindikationen


 Herbert auf Pferd  Kind auf Pferd

Die Hippotherapie ist in den meisten Fällen als ergänzende Therapie zu einer physiotherapeutischen Behandlung zu sehen.

Die klassischen Indikationen für Hippotherapie:
aus der Neurologie

  • ICP - Infantile Cerebralparese
  • CP - Cerebalparesen
  • SHT – Zustand n. Schädel-Hirn-Trauma
  • Entwicklungsbedingte Nervenerkrankungen
  • Querschnittsymptomatik
  • MS – Multiple Sklerose
  • Dystonien
  • Zentrale Hypotonie
  • Zustand nach Apoplexie
  • Paraplegie
  • Dysmelie (angeborene Fehlbildung von Extremitäten)
  • Torticollis spasmodicus (Schiefhals)
  • Muskeldystrophie
  • Ataxie
  • Torsionsdystonie
  • MMC - Spina Bifida
  • Athetose
  • Rückenmarkserkrankungen (z.b. spastische Spinalparalyse)
  • MCP – minimale zerebrale Parese
  • MCD – minimal zerebrale Dysfunktionen
  • spezielle Syndrome zB:
    Rett Syndrom (Rundbrief Rett Syndrom Gesellschaft, s.S.12, PDF zum Downloaden)
  • M.Parkinson
  • Muskel – und Stoffwechselerkrankungen
  • aus der Orthopädie

  • Rheumatische Erkrankungen des Kindes und des Erwachsenen
  • Wirbelsäulenprobleme
  • Skoliosen
  • Hüftdysplasien
  • Muskuläre Dysbalancen (z.B.: Zustand nach Amputationen)
  • Haltungsschwächen
  • und andere Erkrankungen z.B.:

  • Cystische Fibrose, COPD
  • Gynäkologische Probleme (z.B.: Beckenbodenschwäche)
  • Patienten mit Chromosomenanomalien (z.B.: Downsyndrom), MCD, Körperwahrnehmungsstörungen oder Sensibilitätsstörungen werden auch im Heilpädagogischen Reiten und Voltigieren behandelt. www.oktr.at

    Oft ist hier auch interdisziplinäre Teamarbeit der einzelnen Berufsgruppen gefragt.

    Die klassischen Kontraindikationen für Hippotherapie:

    Grundsätzlich gilt

  • alle virulenten Erkrankungen (z.B.: MS- im Schub)
  • akute Bandscheibenprobleme
  • fixierte Skoliosen
  • Osteoporosen
  • Dekubitus
  • Allergien
  • Ventrale Hüftluxationen
  • Schmerzen
  • Weiters kann es zu Komplikationen kommen, die dann in weiterer Folge zur Kontraindikation führen können:

  • Epilepsie (wenn der Patient nur schlecht medikamentös eingestellt werden kann)
  • Urologische Komplikationen (Kathederversorgung, Inkontinenz)
  • Hysterie, schwere Vigilanzstörung
  • Angst
  • starke Kontrakturen und Schmerzen
  • Alter, Größe, Gewicht
  • Soziale Überforderung (Weg, Transportmöglichkeit, Entfernung, Schulsituation,...)

(Quellennachweis: Sonderheft des Deutschen Kuratoriums für Therapeutisches Reiten)

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